13. Einstellungen & Administration

Das smartMES verfügt über einige Einstellungen, die während das System läuft, geändert werden können. Weitere Einstellungen sind durch eine Konfigurations-Datei vor dem Start des Systems zu konfigurieren und sollten nur von entsprechend geschulten Personen durchgeführt werden.

13.1. Allgemeine Einstellungen

Allgemein

Die allgemeinen Einstellungen sind für die Laufzeit des Systems notwendig. Neben den Namen, die für eine bessere Unterscheidung des Systems dienen, lässt sich hier die "lokale IP" definieren. Diese dient bspw. in vom System versandten Emails dazu, den Link zum System zu definieren.

Des Weiteren lässt sich hier der Autodiscovery-Service aktivieren, die es anderen Teil-Modulen erlaubt das smartMES innerhalb des Netzwerks automatisch zu finden (hierbei wird u.a. auch der Instanz-Name als Identifikation verwendet, um verschiedene smartMES zu unterscheiden. Hierbei ist auch zu beachten, dass die Autodiscovery-Service von den Einstellungen des jeweiligen Netzwerks abhängig ist. Ferner kann es sein, dass hier entsprechende Filter, Subnetze oder ähnliches dafür sorgen, dass das Auffinden nicht funktioniert.

Fertigungsaufträge

Hier können wesentlichen Einstellungen gemacht werden, die beim Erstellen von neuen Fertigungsaufträgen berücksichtigt werden. Siehe dazu auch 2. Aufträge.

Stücklisten

Bei den Einstellungen für Stücklisten werden grundlegende Einstellungen für Stücklisten vorgenommen. Beispielsweise lässt sich hier definieren, ob die Bezeichnung (und Revision) einer Stückliste beim Anlegen vom System korrigiert wird. Damit wird z.B. der Abgleich ob eine Stückliste bereits existiert oder nicht unabhängig der Groß- und Kleinschreibung vorgenommen. 

Des Weiteren lässt sich hier definieren, ob eine Stückliste bestimmte Informationen (bspw. Dateien oder Teilstücklisten) benötigt oder ob diese Optional sind. Wenn diese Vorbedingungen (siehe auch 5. Stücklisten) erfüllt sind wird im Standardfall die Stückliste automatisch freigegeben. Hier lässt sich auch einstellen, dass diese Freigabe immer manuell erfolgen muss.

Produktions-Schritte

Hier können Einstellungen für die Arbeitsschritte in der Produktion gemacht werden. Im Wesentlichen lässt sich hier Einstellen, welche Arbeitsschritte wann an Maschinen angezeigt werden und ob diese während der Produktion geändert werden können.

PDF-Export

Für den Export von Listen in ein PDF können hier entsprechende Einstellungen, wie z.B. einer Kopf- und Fußzeile, gemacht werde.

Update & Plugins

Hier lässt sich das Update-Verhalten des Systems definieren. Das System fragt an einer vorgegebenen URL nach neuen Updates. Diese kann geändert werden, falls die Updates z.B. nur lokal bereitgestellt werden können. Des Weiteren lässt sich hier der Update-Typ bestimmen, ob stabile Versionen (Release) oder Vorab-Versionen (Pre-Release) zu verwenden. Sofern das System Zugriff zum angegebenen Update-Server hat (für den Standard-Server update.bluebiz.de ist demnach eine Internet-Verbindung notwendig), kann sich das System um 1 Uhr nachts automatisch aktualisieren. Dies kann entsprechend (de-)aktiviert werden. Auch der Plugin-Store kann hier (de-)aktiviert werden.

Produktionsplanung

Hier können entsprechende Einstellungen für die Produktions- und Zeitplanung gemacht werden. 

Zum einen lässt sich definieren, welche Standard-Werte bei der Planung verwendet werden sollen, falls diese in der Stückliste, den Ressourcen oder dem Aufträgen fehlen. Zum Beispiel wie viel Minuten das System beim Rüsten, Produzieren oder Warten verwenden soll, falls keine Zeiten in den Arbeitsplänen angegeben wurden. 

Zum anderen lässt die automatische Überwachung aktivieren und konfigurieren. Ist die Auto-Überwachung aktiviert, kann man einstellen in welchen Abständen diese den Ist-Plan mit dem Soll-Plan abgleicht. Hierbei kann dann in einem Abgleich bestimmt werden, dann machen soll. Hierbei ist es möglich, dass der Startzeitpunkt oder der Endzeitpunkt von Arbeitsschritten zum Zeitpunkt des Abgleichs angepasst wird. Ist zum Beispiel ein Arbeitsschritt in Produktion und hätte diese eigentlich nach Plan bereits vor 10 Minuten fertig sein sollen, dann kann das System den Endzeitpunkt dieses Arbeitsschritt auf den aktuellen Zeitpunkt ändern (sofern das Übernehmen des Endzeitpunkts hier aktiviert ist). Da dieses "Verlängern" des Arbeitsschrittes dazu führen kann, dass es Kollisionen mit nachfolgenden Arbeitsschritten gibt, kann hier aktiviert werden, dass dann auch eine automatisches Neu-Optimierung durchgeführt werden soll. Dabei wird dann der Zeitplan neu optimiert (siehe auch 4. Zeitplanung), um die Kollisionen damit aufzulösen. Alternativ kann ein Benutzer benachrichtigt werden, dass es Kollisionen gibt, die manuell behoben werden müssen. 

Bei der Optimierung der Zeitplanung werden neue Arbeitsschritte mit einer Vorlaufzeit und auch mit Puffern (Ruhezeiten) zwischen den Arbeitsschritten eingeplant. Der Standardwert sind hier 60 Minuten für die Vorlaufzeit und 5 Minuten für die Ruhezeit. Demnach werden neue Aufträge erst frühsten in 60 Minuten eingeplant und es werden mindestens 5 Minuten nach dem vorherigen Arbeitsschritt gewartet bis der nachfolgende eingeplant wird.

Client

Unter Client können Einstellungen für den jeweiligen Client gemacht werden. So lässt sich der Name des aktuellen Clients (Fensters) bestimmten. So lassen sich verschiedene Clients (auch unabhängig der Systembenutzer) vom System unterscheiden. 

13.2. Anwendungen

Für die Anbindung von anderen Systemen sind i.d.R. Login-Daten notwendig. Um diese unabhängig von den eigentlichen Benutzern zu halten, können hier Login-Daten für die API erstellt werden. Details hierzu gibt es in der Entwickler-Dokumentation.

13.3. Metriken

Das System kann verschiedene Metriken verwenden, die je nach Metrik-Typ an verschiedenen Stellen des Systems angebunden werden können. Metriken sind im Allgemeinen zeitbasierende Datenreihen und werden durch anderen Systeme an das smartMES angebunden. Folglich richten sich die zur Verfügung stehen Metriken nach der Gesamtkonfiguration des Systems und den vorhanden Modulen, die an das smartMES angebunden sind. Die konkreten Metriken werden demnach durch Metrik-Provider bereitgestellt. Die von den Metrik-Providern bereitgestellten Metriken können dann hier angelegt werden und stehen dann an anderer Stelle im System wiederum zur Verfügung.

Ist zum Beispiel das Modul zum Erfassen von Energie-Messdaten (smartEnergy) vorhanden, so gibt einen Metrik-Provider "smartEnergy". Die Verbindung zu den smartEnergy-Metriken wird dabei vom System entsprechend der Konfiguration gemacht. In diesem Einstellungsbereich kann man dann die von smartEnergy bereitgestellten Messwertreihen für die Energiemesswerte im System anbinden und dann den Maschinen selbst zuordnen. Entsprechend kann man über "Metrik erstellen" eine neue Metrik von Typ Energymeter erstellen und dieser einen Namen geben. Danach kann diese Metrik dann unter Assets/Maschinen bei den Einstellungen der Maschine (siehe hierzu 9.1. Maschinen) dieser Maschine hinzugefügt werden. Damit werden dann die von dieser Metrik bereitgestellten Energiemesswerte automatisch dieser Maschine zugeordnet und im weiteren Verlauf werden dieser Daten auch den Aufträgen bzw. Artikel zugeordnet, die mit dieser Maschine produziert wurden. Weitere Metriken werden bspw. für das Lokalisieren oder das Erkennen von Geräten, Boxen oder Produkten genutzt.

13.4. Benutzer

Hier können sowohl Benutzer als auch Benutzergruppen angelegt werden. Sowohl Benutzern als auch Benutzergruppen können Privilegien hinzugefügt werden. Je nach Privilegien sind dann bestimmte Ansichten, Buttons oder Funktionen für diesen Benutzer sichtbar oder nicht. Bei der Auflösung der Privilegien wird die Hülle aller Privilegien des Benutzers und der Gruppen des Benutzers berechnet. Das heißt, dass ein Benutzer sowohl alle Privilegien bekommt, die nur für diesen Benutzer aktiviert sind als auch alle Privilegien bekommt, die sich aus den Gruppen des Benutzers ergeben. Es ist nicht möglich Rechte bzw. Privilegien zu verringern. Beispielsweise geht es nicht, dass ein Benutzer alle Rechte aus Benutzergruppe "Planung" bekommt, aber davon das Recht "Darf Lager anzeigen" entfernt wird. 

Es gibt bestimmte Bereiche und Funktionen, die nur einem Administrator vorbehalten sind. Hierzu gehört bspw. das unter 13.7. beschriebene System-Menü.

13.5. Dashboards

Hier können eigene Dashboards definiert werden. Dazu werden ausgewählte Widgets bereitgestellt, die auf einem Grid positioniert werden können. Die vorhanden Widgets richten sich nach den installierten Modulen und können dann gegenüber von Standard-Daten oder Metriken konfiguriert werden. 

Ein erstelltes Dashboard wird dann innerhalb der Menü-Struktur unter 10. Dashboards zugreifbar.

13.6. Sounds

Dem System können beliebige Audio-Dateien im mp3- oder wav-Format hinzugefügt werden, die im Client abgespielt werden, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt. Damit lassen sich bspw. Hinweistöne abspielen, wenn das System ein neuen Auftrag oder ein Problem erkannt hat.

13.7. System

Der Menü-Abschnitt "System" dient allein der Administration des Systems und ist entsprechend den Administratoren vorbehalten. Insbesondere lassen sich hier Informationen über den System-Zustand, der aktuellen Konfiguration und Log-Informationen anzeigen.

Des Weiteren kann hier der Mail-Server konfiguriert werden, die Lizenz aktiviert werden und manuell Updates durchgeführt werden. 

Unter Clients sieht man alle verbunden Clients, die aktuell mit dem System verbunden sind. Der Name des Clients (im Standard "unknown") wird über die allgemeinen Einstellungen (siehe oben) am jeweiligen Client vergeben. Über den Aktionen-Button kann ein Administrator die Clients fernsteuern. Hierbei kann man den Client u.a. eine bestimmte Seite oder die Maschinen-Ansicht anzeigen lassen. Des Weiteren kann ein Login oder Logout per Fernsteuerung an dem Client durchgeführt werden oder in den Kiosk-Modus gewechselt werden.